Hier Peters Kapriolen und Sprünge, da Wolfes Eleganz und WildheitDas Markgräfler Symphonieorchester und das Ballettensemble Dance Works begeistern restlos / Weitere Aufführungen: Am Sonntag sind noch Plätze frei |
MULLHEIM (fl). Total ausverkauft waren die beiden ersten Vorstellungen von "Peter und der Wolf" und "Karneval der Tiere" im Bürgerhaus. Das Markgräfler Symphonieorchester (MSO) unter der Leitung von Uwe Müller-Feser und das Ballettensemble Dance Works von Kim Hoffmann begeisterten mit einer großartigen Aufführung. Die beiden Werke, die sich bei Kindern und Erwachsenen großer Beliebtheit erfreuen, sind vom MSO musikalisch liebevoll umgesetzt und von Kirn Hoffman genial choreografiert worden. "Peter und der Wolf", von Sergej Prokofjew speziell für Kinder geschrieben, ist mit dem pädagogischen Geschick und der Einfühlsamkeit realisiert, die der Intention des Komponisten entspricht. Die spontane Einbeziehung von Kindern aus dem Publikum bei der Einleitung der Musik, die Suche nach dem Sprecher (Klaus Müller-Williams) im Orchester machen Spaß und erhöhten die Spannung. |
Der kapriziöse Vogel (Linn Villard), die verspielte Katze (Katharina Sattler) und die lustige fette Ente (doppelt besetzt mit Michaela Relser und Carola Egel) bilden ein fabelhaftes Team, das durch den gutmütigen Großvater (Laura Dettling) und die tollpatschigen Jäger komplettiert wird. Es gelingt den jungen Tänzern, die choreografischen Details in hervorragender Weise mit Leben zu erfüllen; dabei kommen auch die Besonderheiten der einzelnen Charaktere nicht zu kurz. |
So bunt wie die Farben der Kostüme sind auch die choreografischen Kaprizen der übrigen Tiere: stolze Hähne und Hühner, mutwillige Eselchen, ein pittoreskes Vogelhaus voller Kolibris und ein Aquarium mit geheimnisvoll schwebenden Schleierfischen. Einzigartig die köstliche Persiflage des Pariser Revuetanzes mit den Schildkröten! Die Fossilien treten als Hiphopper auf, und süße kleine Kängurus bieten Erfrischungen an. Humorvolle in Szene gesetzt ist auch der Auftritt der übenden Tänzerinnen. Im großen Finale, wenn alle noch einmal gleichzeitig auf der Bühne stehen, wird erst so richtig deutlich, welcher Aufwand hinter der Aufführung steckt. Beeindruckend ist vor allem das perfekte Zusammenspiel von Musik und Choreografie; einen besseren Beweis für die erfreuliche Teamarbeit bei dieser Inszenierung kann es gar nicht geben.
Am Wochenende wird es zwei weitere Aufführungen geben - am Sonntag (27. Februar, 16 Uhr) sind noch Plätze frei -, da der Andrang des Publikums zu nicht abreißen will. Bianca Flier
|
