Beethovens Tripelkonzert C-Dur op. 56 steht in der Tradition der
„Sinfonia concertante“, eine musikalische Gattung, die zwischen dem
eigentlichen Solokonzert und der Symphonie steht und dadurch
charakterisiert ist, dass nicht nur ein Solist, sondern eine Gruppe von
Solisten mit dem Orchester musiziert.
Entstanden ist das Werk 1803/1804, in einer äußerst schöpferischen Phase
Beethovens, in der er u.a. auch an der „Eroica“, am „Fidelio“ und an
seinem Violinkonzert arbeitete.
Er schrieb das Tripelkonzert 1803/1804 für seinen damaligen
Klavierschüler Erzherzog Rudolph von Österreich, der die Partitur für
den Privatgebrauch zunächst zurückgehalten zu haben scheint, so dass die
eigentliche Uraufführung erst 1808 in Wien stattfand. Das Werk wird
leider relativ selten gespielt, was nicht zuletzt darin liegt, dass es
sehr hohe Ansprüche an die Solisten stellt.
Der Eingangssatz Allegro ist weiträumig angelegt, danach tritt das
Orchester in den Hintergrund und die Solisten können sich frei entfalten
und das melodische Material der beiden Themen bearbeiten und umspielen.
Das Largo ist mit seinen nur 53 Takten eher kurz, aber von starker
poetischer Ausdruckskraft. Dieser Satz mit seinem kantilenenhaften
Thema, im Wesentlichen vom Cello vorgetragen, von der Geige verstärkt
und vom Klavier umspielt, bildet das Kernstück des Werkes.
Die friedliche Stimmung wird durch den unmittelbar einsetzenden dritten
Satz, das Rondo alla Polacca, durchbrochen. Virtuoses Themenmaterial und
virtuose Solopassagen im zündenden Rhythmus einer Polonaise und die
volle Entfaltung des Orchesters, das bisher eher im Hintergrund
gestanden hatte, schließen das Werk glanzvoll ab.