Markgäfler Symphonieorchester

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Mozart Symphonie Nr. 40, g-moll

Mozart schrieb die g-moll Symphonie im selben Jahr wie die strahlende Jupitersymphonie und dennoch steht sie in krassem Gegensatz zu dieser. Eine schmerzliche, tragische Grundstimmung bestimmt das ganze Werk, das zu den großen Symphonien Mozarts gezählt wird. Auffallend ist, dass Mozart auch für andere Werke, die von Schwermut und Resignation bestimmt sind, g-moll als Tonart gewählt hat.
Der 1. Satz, Molto Allegro, beginnt ohne Einleitung mit dem Hauptthema, dem ein zweites, chromatisches gegenübergestellt wird. Diese beiden Themen bilden das ausschließliche Material des Satzes, der durch äußerste Konzentration und immer stärkere Reduzierung der Motive eine beklemmende Stimmung zum Ausdruck bringt.
Im 2. Satz, Andante, verweben sich wieder zwei Themen kunstvoll miteinander. Doch auch die ausdrucksvolle Melodie, die über den Stimmen schwebt, vermag die düstere Grundstimmung nicht aufzuheben.
Auch das Menuett, eigentlich Ausdruck höfischer Geselligkeit, verzichtet mit ungewöhnlicher Synkopierung und herben Akzenten auf jegliche Verspieltheit.
Im Finale Allegro assai schließlich, mit seinem aufsteigenden Thema und dem dramatisierenden Motiv der Bläser, brechen nochmals heftig die Spannungen und düsteren Energien auf, die die ganze Symphonie prägen.